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Das Lostorfer Gemeindemagazin

10 Jahre Kindertagesstätte Kinderburg Lostorf

Seit 2013 gibt es in Lostorf eine Kindertagesstätte. Dieses Jahr feiert die Kinderburg Lostorf ihr 10jähriges Bestehen. Über 160 Kinder durften und dürfen bereits von diesem Angebot der familienergänzenden Betreuung profitieren.

Wer in der Morgendämmerung um 6.45 Uhr beim alten Pfarrhofgebäude vorbeigeht, sieht ein Licht im ersten Stock brennen. Die Kindertagesstätte Kinderburg Lostorf öffnet ihre Türen und nach und nach treffen die Kinder ein, einen Tag voller kleinerer und grösserer Erlebnisse vor sich. Bei den Ritualen wie dem Singen im Morgenkreis, den gemeinsamen Mahlzeiten, angeleiteten Tätigkeiten wie Basteln, Backen, Pflanzen, erlernen die Kinder spielend das Leben in der Gruppe. Im freien Spiel, drinnen oder draussen, im grossen Garten mit Sandkasten, Rutschbahn, Klettergestell, eigenem Wäldchen, können die Kinder ihren eigenen Vorlieben nachgehen, wobei sie sich mit anderen Kindern austauschen, von ihnen lernen, sich mit ihnen verstehen lernen, sich austoben oder still für sich spielen können*.

Liebevoll werden sie dabei von den Mitarbeitenden der Kinderburg Lostorf durch den Tag begleitet. Der Kinderburg ist es ein grosses Anliegen, genügend und gut qualifizierte Mitarbeitende zu haben, welche die Kinder jederzeit fürsorglich und dem einzelnen, individuellen Kind gerecht werdend, begleiten können. 12 Personen mit verschiedenen Charakteren arbeiten heute in grösseren oder kleineren Pensen unter der Leitung von Tizian Ursig in der Kinderburg. Die Mitarbeitenden begleiten die Kinder nicht nur bei ihren Aktivitäten in der Kinderburg, sondern auch auf dem Kindergartenweg. Zudem organisieren sie einzelne Tagesausflüge in den Ferien sowie regelmässige Waldnachmittage, ganze Waldtage, planen Aktivitäten zu verschiedenen Themen wie den Jahreszeiten, den anstehenden Festen, verschiedenen Fantasiewelten, etc., haushalten, bereiten Mahlzeiten vor und bilden aus: Die Kinderburg ist ein Lehrbetrieb, welcher jeweils ein bis zwei Lernende auf ihrem Weg zum EFZ Fachfrau/Fachmann Betreuung (Kind) unterstützt. 

Dank der Defizitgarantie der Gemeinde kann die Kinderburg eine qualitativ gute Betreuung gewährleisten und auch den Kindern von weniger gut betuchten Erziehungsberechtigten ermöglichen, sich in den Kita-Alltag zu integrieren. Der Trägerverein der Kindertagesstätte, der Verein Kinderburg Lostorf, möchte sich an dieser Stelle bei allen LostorferInnen und dem Gemeinderat für die finanzielle Unterstützung bedanken! Derzeit profitieren 56 Kinder vom Angebot der Kinderburg. An jedem Tag werden zwischen 19 und 23 Kinder in zwei altersgetrennten Gruppen betreut. Die Auslastung hat damit mit gut 90% (zur Zeit des Redaktionsschlusses) das Machbare erreicht. Die Gründung und Entwicklung eines derartigen Betriebs bedeutete viel Engagement von verschiedenen Personen. Vor der Eröffnung der Kinderburg arbeitete der Vorstand des Vereins Kinderburg Lostorf im Ehrenamt die Grundlagen für den Kitabetrieb aus. Seither unterstützt er die Leitung der Kinderburg beratend. 

2013 startete der Betrieb der Kinderburg Lostorf mit fünf Kindern. Bereits 2015 konnte eine zweite Gruppe eröffnet werden. Die Strukturen mussten im Verlauf der Zeit angepasst, der Personalbestand erhöht werden. Die Situation während Corona erforderte zusätzlich viel Flexibilität und Extraarbeit in unsicheren Zeiten – würde mit der Einführung von vermehrtem Home Office und den Bedenken über die Ansteckungspfade die Leistung der Kinderburg überhaupt noch in gewohntem Ausmass beansprucht werden? Mit der aktuell hohen Nachfrage nach Betreuungsplätzen zeigt sich nun, dass sich das Engagement der bisherigen Kita-Leitungen ausgezahlt hat. Sie wurden dabei tatkräftig von Mitarbeitenden unterstützt – auch diesen sei an dieser Stelle für ihr Mitwirken und Mitgestalten an einer tollen Kinderbetreuung gedankt! Nach bald zehnjährigem Bestehen der Kinderburg ist diese aus der Gemeinde nicht mehr wegzudenken. Am 24. Juni 2023 soll das Jubiläum deshalb mit einem Fest gefeiert werden.

Bis dahin vergehen noch einige Abende. Es ist 18.15 Uhr, die letzten Kinder verlassen das stattliche Pfarrhofgebäude und um 18.30 Uhr wird dann auch das Licht im ersten Stock gelöscht – bis es in 12 Stunden wieder angeht, um die Kinder mit erneuter Frische einladend willkommen zu heissen, einen erlebnisreichen Tag in Gemeinschaft mit ihren Gspänli zu verbringen.

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