<<Es Tête-A-Tête mit…>> …Matteo Iannelli „der fussballspielende Immobilienkaufmann“
Die diesjährige Porträtserie von jungen Leuten aus Lostorf, im Alter zwischen 10-20 Jahren, startete im Mai mit Anja Brügger, welche kurz vor dem Lehrabschluss stand. Kleiner Nachtrag: Anja hat ihre Prüfung als Drogistin EFZ inzwischen erfolgreich abgeschlossen. Herzliche Gratulation an dieser Stelle. Etwas jünger, aber auch schon in der Lehrzeit, ist Matteo Iannelli. Der bald 17-jährige Matteo startet im August das 2.Lehrjahr als Kaufmann EFZ Treuhand/Immobilien in der Firma Hamero Immobilien AG in Aarau.
Während der Schulzeit in der Sek E an der Kreisschule Mittelgösgen standen auch andere Berufe zur Auswahl, unter anderem Informatiker oder Mediamatiker. Da bereits sein älterer Bruder in der Firma Hamero die Lehre absolviert hat, und immer noch da arbeitet, hat sich auch Matteo für diesen Beruf interessiert und schlussendlich die Lehrstelle bekommen. Ihm gefällt besonders, dass er in diesem kleineren KMU auch schon im 1. Lehrjahr viel Verantwortung übernehmen kann, was in einem grösseren Betrieb eher weniger der Fall ist.
Matteo, dessen Eltern in Olten und Trimbach aufgewachsen sind, ist in Lostorf (resp. im Kantonsspital Olten) geboren und hat seine gesamte Kindheit und Jugend hier, im beschaulichen Säliquartier, umgeben von Kollegen und Verwandten, verbracht. Der Rückblick auf die Schulzeit fällt sehr positiv aus. Er hatte auf allen Schulstufen immer mit tollen Lehrpersonen zu tun.
Seine grosse Leidenschaft ist das Fussballspielen. Seit dem 6. Lebensjahr spielt Matteo beim FC Winznau. Aktuell bei den B-Junioren, welche unter anderem durch seinen Vater Paolo trainiert werden. Vater und Assistenztrainer Paolo ist, zusammen mit dem Sohn Matteo, durch sämtliche Juniorenmannschaften aufgestiegen. Gab das nie Konflikte? Vater und Sohn verneinen dies grundsätzlich, teilweise verlangt der «Trainervater » vom Sohn aber vielleicht etwas mehr und spricht dies auch direkter an. Matteo kann aber gut damit umgehen. Das Vater-Sohn-Gespann hat übrigens mit seiner Mannschaft im 2022 und 2023 den Solothurner Cup gewonnen, somit scheint sich das strenge Training durchaus bezahlt gemacht zu haben. Wir haben im April bereits von Anja gehört, wo sie sich in jüngeren Jahren in Lostorf am liebsten aufgehalten hat. Bei Matteo ist das ähnlich: Sein Lieblingsplatz ist der Sportplatz, wo zusätzlich zu den Trainings in Winznau mit Kollegen viel Fussball gespielt wird. An kälteren Tagen ist die Pizzastube im Oberdorf ein beliebter Treffpunkt und in früheren Jahren auch der Jugendtreff OJALO im Pfarrhof.
Generell geht seine Generation gar nicht so viel in den Ausgang, sondern trifft sich entweder an den genannten Plätzen oder bei Schlechtwetter auch online z.B. zum gemeinsamen Gamen. Sehr gerne würde er auch einmal an ein grösseres Rapkonzert gehen, da Musik hören (vor allem amerikanischer Underground- Rap) nebst Fussball ein wichtiges Hobby von Matteo ist. Grössere Rapkonzerte finden vermutlich eher nicht in Lostorf statt. Falls es aber noch andere Ausgangsmöglichkeiten gäbe, wäre er sicher nicht abgeneigt. Auch eine Wiedereröffnung des Bad Lostorf, mit einem tollen Fitnessraum oder einem spannenden Restaurant, wäre eine interessante Vorstellung. Auf weitere Wünsche im Dorf angesprochen, meint Matteo spontan: mehr Einkaufsmöglichkeiten und ein Bahnanschluss wären super! Als angehender Immobilienkaufmann ist ihm aber bewusst, dass dies in einem Dorf unserer Grösse eher Fiktion ist.
Träumen ist aber erlaubt und bestenfalls dürfen wir künftig von jungen Leuten wie Matteo und ihrem Know-How noch viel profitieren.
Wir sind gespannt und wünschen Matteo weiterhin viel Freude und Erfolg!