Ein Märet vor historischer Kulisse
Über das letzte Mai-Wochenende lädt der Verein Freunde Schloss Wartenfels auf sein gut gehütetes Schatzkästlein hoch über dem Dorf ein: Für einmal präsentieren sich Schloss und dessen Umgebung als Märetplatz der besonderen Art.
Natürlich Wartenfels – oder noch besser: NATÜR-lich Wartenfels. Unter dieser Prämisse steht der kommende Märet im und rund ums Schloss. Nennen wir ihn doch einfach Schlossmäret. «Die Anregung dazu kam vom Stiftungsrat», verrät Markus von Däniken, Präsident der Freunde Schloss Wartenfels. Denn in der jüngeren Vergangenheit bot Schloss Wartenfels schon mehrfach eine gelungene Plattform für spezielle Veranstaltungen. Erinnert sei da an Ausstellungen für Gartenfreunde und solche, die’s werden
wollten – und vielleicht auch wurden. Fuchsia und Rosen standen dabei jeweils im Zentrum. Also hat sich
der sechs-köpfige Vereinsvorstand jetzt für einen Markt entschieden, der ebenfalls Natur und Natürliches ins Zentrum schiebt. Nach fast zweijähriger Vorbereitungszeit präsentieren am 30. und 31. Mai 2026, jeweils von 10 bis 17 Uhr, mehr als ein Dutzend Marktfahrende im und rund ums Schloss ihre Produkte und geben Einblicke in ihr Handwerk; vor und in historischer Kulisse notabene. Da tun sich Gewürz-
und Duftwelten auf, präsentiert die Rebengemeinschaft Wartenfels ihre Erzeugnisse, säumen Drechsler-,
Weber- und Pflegeprodukte den Märet-Weg, während Töpfereigut, Druckerzeugnisse sowie Blumen und Accessoires das Bild komplettieren und abrunden. Und wer in die Geheimnisse von Stuhlflechterei und Bürstenmacherei eintauchen möchte, kann flinken Händen bei dieser doch eher selten öffentlich präsentierten Tätigkeit zusehen.
Ergänzend bietet sich für die Märetgäste ein Rahmenprogramm rund ums sinnliche Abenteuer Schlosswald an. Wer sich gerne in Fantasiewelten entführen lässt, kommt bei der offerierten Märchenstunde voll auf seine Kosten.
Selbst wer seinen Blick so nebenher gerne in die Ferne schweifen lassen will, kann dies von der prächtigen Schlossterrasse aus tun. Dass auch eine Festwirtschaft auf gut 600 Meter über Meer die leiblichen Bedürfnisse der Gäste zu befriedigen versteht, ist Ehrensache für die Freunde Schloss Wartenfels.
Märet: Klar, das ist auch Begegnung. Die beginnt für den Schlossmäret schon unten im Dorf (Dorfplatz, auch alter Postplatz) oder – speziell für auswärtige Besuchende – beim Ausbildungszentrum der suissetec an der Grundstrasse 1. Von dort aus werden die Gäste im Shuttledienst gratis hoch zum Schloss und wieder zurück chauffiert, im Taktfahrplan unbeschwert hoch zum Schloss, sozusagen. «Aus Sicherheitsgründen haben wir uns für diese Variante entschieden», sagt Markus von Däniken. Viel Verkehr, enge Verhältnisse, beschränkte Anzahl an Parkplätzen; man versteht. So bleibt der Weg hin zum Schloss während der beiden Märettage für den motorisierten Individualverkehr gesperrt.
Weitere Informationen unter: www.schloss-wartenfels.ch.


