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Das Lostorfer Gemeindemagazin

Ostern erzählt keine einfache Geschichte

Es beginnt nicht mit Jubel, sondern mit Leere. Mit einem Grab, das offensteht. Mit Menschen, die suchen, zweifeln, sich fürchten und nicht wissen, wie es weitergehen soll. Vielleicht liegt gerade darin seine Kraft: Ostern nimmt die Brüche ernst.

Wir kennen diese Zwischenzeiten gut. Momente, in denen Vertrautes nicht mehr trägt, Sicherheiten bröckeln, Gewissheiten verschwinden. Persönlich, gesellschaftlich, kirchlich. Manches stirbt – leise oder schmerzhaft sichtbar. Und oft wünschen wir uns schnelle Antworten, klare Lösungen, ein rasches «Weiter so». Doch die Ostergeschichte verweigert diese Abkürzung. Sie lädt ein, auszuhalten, was offen ist. Auferstehung ist kein «Zurück zum Alten». Der Auferstandene wird nicht sofort erkannt. Er trägt die Wunden noch an sich. Das Neue ist da – aber anders, fremd, manchmal irritierend. Vielleicht ist das eine der wichtigsten Osterbotschaften für unsere Zeit: Neuanfang geschieht nicht durch Ausblenden, sondern durch Verwandlung.

Umkehr bedeutet dann nicht moralische Selbstoptimierung, sondern ein Innehalten, ein anderes Sehen lernen, Wegschauen aufgeben, Fragen stellen, wo wir zu schnell Antworten haben. Ostern ruft uns zu, dass Leben stärker ist als das, was uns festlegt – stärker als Angst, Schuld, Resignation. Diese Hoffnung ist keine billige Vertröstung. Sie ist leise, beharrlich und widerständig. Sie wächst dort, wo Menschen einander wahrnehmen, wo Versöhnung möglich wird, wo jemand den Mut findet, neu anzufangen – trotz allem. Vielleicht beginnt Auferstehung genau hier: mitten im Alltag, in kleinen Gesten, in offenen Herzen. Nicht spektakulär, aber wirklich. Ostern erinnert uns daran, dass Gott gerade im Unfertigen, im Fragilen, im Noch-nicht-Perfekten gegenwärtig ist. Und dass jeder neue Tag – bei aller Unsicherheit – Raum für
Leben bereithält.

Ein besonderes Weihnachtsspiel
Zum Abschluss des Jahres 2025 durften die Kinder des KIK Obergösgen ein besonderes Weihnachtsspiel aufführen. Die Kinder erzählten die Weihnachtsgeschichte von Maria und Josef auf der Suche nach einem Ort der Ruhe und den Menschen im Trubel von Bethlehem.

Im Mittelpunkt stand die Kraft der Achtsamkeit. Ein liebevoll gestalteter Weg aus 45 selbstgebastelten Laternen, die Licht schenken sollen, führte die Besucherinnen und Besucher am Adventsfenster vorbei in den Kirchenraum. Die Weihnachtsaufführung sollte sichtbar machen, wie viel eine ausgestreckte Hand, ein offener Blick und ein Moment des Innehaltens bewirken können. Passend zum Thema «Achtsamkeit», das uns durch das ganze Jahr 2025 begleitet hat, wurden auch Mut, Freude und Glück spürbar: Mut, füreinander einzustehen, Freude, die aus Begegnungen entsteht und Glück, das im Teilen und im Miteinander liegt.

Das Weihnachtsspiel und das KIK-Jahr bleiben in Erinnerung als schönes Zeichen dafür, wieviel Licht entsteht, wenn Menschen achtsam miteinander umgehen. Einen feierlichen Abschluss bildete dann noch das gemütliche Beisammensein beim Apéro. Wir bedanken uns von Herzen bei all unseren Besucherinnen und Besuchern und freuen uns auf das neue KIK-Jahr 2026.

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